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Nürnberg – auf nach Franken

Nürnberg hat meinen Mann und mich immer wieder auf angenehmste Weise überrascht. Die Stadt vereint verwinkelte Gassen, bunte Fachwerkhäuser, moderne Museen, gemütliche Biergärten und viel Grün zu einem einzigartigen Erlebnis. Unser Weg führte uns entlang der beeindruckenden Stadtmauer, die bis auf 300 Meter noch vollständig mit ihren mächtigen Türmen und Toren erhalten ist. Jeder Schritt auf dem Kopfsteinpflaster der Altstadt erzählt von der reichen Vergangenheit dieser bemerkenswerten Handelsstadt.

Begleite uns auf einem Spaziergang entlang der Pegnitz, deren ruhiges Wasser sich durch das Herz Nürnbergs schlängelt. Mehr als einmal haben wir in einem der schattigen Biergärten oder gemütlichen Cafés gesessen und dem sanften Plätschern des Flusses gelauscht. Die romantischen Brücken, die oft ein wenig an Venedig erinnern, haben uns immer wieder begeistert.

Diese Fotostrecke lädt dich ein, Nürnberg mit meinen Augen zu entdecken. Vielleicht inspirieren dich die Bilder dazu, die größte Stadt Frankens (und die zweitgrößte Bayerns – doch Bayern spielt hier keine Rolle…) selbst zu erkunden. Du wirst nicht enttäuscht sein. Ein Spaziergang durch Nürnberg ist mehr als nur ein Gang durch die Straßen; es ist eine Reise durch die Zeit und eine Einladung, die Schönheit und Vielfalt dieser historischen Stadt mit ihrem reichen kulturellen Leben zu genießen.



Die Weißgerbergasse

Sie erinnert an das Lederhandwerk in Nürnberg mit wunderschönen Fachwerkhäusern … und einem Elch.


Brücken über die Pegnitz

Immer wieder überquert man die Pegnitz auf seinen wunderschönen Brücken und dann mit herrlichen Aussichten auf die andere Uferseite.


Die Kaiserburg

Nürnberg ohne auf die Kaiserburg zu gehen, das geht natürlich nicht. Die Burg liegt fast im Zentrum von Nürnberg. Man wird für den recht sanften Aufstieg mit einem grandiosen Blick – und natürliche einem Biergarten – belohnt. Leider war der Merian-Garten geschlossen – er ist nur an einem Nachmittag geöffnet, und ich konnte nur einen Blick durchs Tor erhaschen. Alle Links habe ich unten vereint – wenn es dich interessiert, solltest du vorher auf die Öffnungszeit schauen. Turm und Palast konnte man besuchen.

Interessant ist der Felsen vor der Burg. Er ist ein Geotop – der „Sandsteinfelsen Nürnberger Kaiserburg“. Der „Baustein von Nürnberg“ war früher sehr geschätzt und beim Spaziergang durch Nürnberg begleitet er dich auf Schritt und Tritt.


Beim Tiergärtnertor und doch ein bisschen Merian-Garten

Wir blicken von oben auf den Platz am Tiergärtnertor, an dem auch das Albrecht-Dürer-Haus steht. Deshalb wird der Platz auch von Einheimischen Albrecht-Dürer-Platz genannt. Albrecht Dürer lebte sein ganzes Leben in Nürnberg – von 1471 bis 1528. Wir laufen auf der Stadtmauer und an der Stadtmauer entlang und kommen zum Hallertor, wo es einen Heilkräutergarten gibt (toll, mitten in der Stadt). Und dazu auch ein Merian-Beet. Die Künstlerin und Naturforscherin Maria Sibylla Merian (1647-1717) lebte und wirkte 14 Jahre in Nürnberg.


Honigproduktion im Zeidlarius Norimbergensis

Im Heilkräutergarten am Hallertor gibt es auch den „Zeidlarius Norimbergensis“. Bereits seit dem Mittelalter gibt es Zeidler – Waldimker. Diese haben (gewerbsmäßig) den Honig wilder Bienenvölker im Wald gesammelt. Dafür hieben sie in Bäume künstliche Höhlen aus.

In Nürnberg war eines der wichtigsten Zentren dieser Zeidlerei, denn der nahe Reichswald war eine guter Ort dafür. Ohne Honig – keinen Lebkuchen. Nürnberg und Lebkuchen gehören ja zusammen. So war der Wald und die Zeidlerei ein wichtiger Grundstein für die Herstellung des Lebkuchens. Zeidler waren recht angesehen. Sie durften unentgeltlich Zimmerholz im Wald schlagen, Waffen tragen (zum Schutz gegen Bären) und hatten eine eigene Gerichtsbarkeit (Zeidlerzunft). In Erinnerung an die Zeidler schafft heute die Holzbildhauerin Birgit Maria Jönsson (Atelier Honighäusla) riesige Figurenbeuten – also quasi Bienenstöcke in Holzfiguren – zwar nicht in Bäumen, aber doch in Baumstämmen. Einer dieser Figurenbeuten steht im Heilpflanzengarten am Hallertor – der Nürnberger Burgzeidler. Im Bauch der Figur wird kostbarer Honig „produziert“. Die Figuren der Künstlerin haben ihren Weg sogar bis ins ferne Japan gefunden.

Zeidlarius Norimbergensis

Die Straße der Menschenrechte

Am 10. Dezember 1948 wird die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. 30 Artikel, die bekräftigen, dass die Menschenrechte universell sind und für alle Menschen gelten, weil sie Menschen sind, jederzeit und überall. Bis heute ist sie die Grundlage für die weltweite Anerkennung der Menschenrechte und für die Forderung nach ihrer Verwirklichung. Die Allgemeine Erklärung wurde von Menschen aus aller Welt, verschiedenster Herkunft, Kultur, Religion und philosophischer Tradition formuliert.

Sie zu lesen ist gut – sie zu „erfahren“ ist besser. Und das kann man in der Straße der Menschenrechte in Nürnberg. „Eigentlich“ heißt die Straße „Kartäusergasse“ – das Kunstwerk, das die ganze Straße säumt, ist die Straße der Menschenrechte. Unglaublich eindrücklich.

Ich kann nur empfehlen, dieses Kunstwerk zu begehen und zu erspüren. Danke an die Stadt Nürnberg und den Künstler, den Bildhauer Dani Karavan (1930-2021) für diese sehr einfühlsame und dabei so eindrückliche Arbeit.


Baumpatenschaften

Die Baumpatenschaften in Nürnberg haben mich beeindruckt, denn die Paten kümmern sich nicht nur um die Stadtbäume selbst, sondern auch um die – kreative – Bepflanzung der Baumscheiben.


Auf dem Weg zur Insel Schütt

… sind wir an der Katharinenruine vorbeigekommen, die „Nürnbergs schönste Open-Air-Bühne“ mit einer besonderen Akustik sein soll. Auf der Insel Schütt befindet sich – neben einem gemütlichen Biergarten, klar und einem herrlichen Sandstrand – das Heilig-Geist-Spital. Hier befindet sich heute u.a. ein Seniorenwohnheim – das Weinlokal ist gleich integriert ☺.


Stadtansichten

Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass wir lange nicht alles von Nürnberg gesehen haben.

Uns hat aber diese erste Begegnung schon mal Appetit auf Mehr gemacht. Nürnberg – ganz klar – können wir empfehlen. Und sicher nicht nur zum berühmten Christkindlesmarkt …


Informationen

Alle hier genannten Links (insbesondere Hotel) sind unbezahlte Werbung. Ich erhalte für die Nennung keine Vergütung, sondern beschreibe hier nur meine/unsere Erfahrung.

Wir sind mit dem 49 € Ticket aus dem Rhein-Main-Gebiet hingefahren, das ging prima. Zugverbindungen findest du unter folgendem Link – beim 49 € Ticket musst du bei Verkehrsmittel „Nur Nahverkehr“ eingeben: https://www.bahn.de/

Gewohnt haben wir sehr gut im Hotel Victoria. Perfekt die Nähe zum Bahnhof und die Nähe zur Innenstadt. Das Hotel liegt direkt am Eingang zur Fußgängerzone und am Handwerkerhof. Wir würden hier wieder buchen: https://www.hotelvictoria.de/

Die Tourismusseite von Nürnberg ist super, hier findet man alle Sehenswürdigkeiten mit Beschreibung – einfach mal stöbern: https://tourismus.nuernberg.de/

Kaiserburg Nürnberg mit Merian-Garten

Sandsteinfelsen Nürnberger Kaiserburg

Interessanter Beitrag zu der Straße der Menschenrechte

Menschenrechte

Heilkräutergarten mit der Figur des Waldimkers


Noch mehr Bilder findest du auf der Seite meines Mannes Manfred Bernjus: embe-Foto


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