Allgemein

Fülle deine Schale unter einem Baum

Im Wald können wir aufatmen, uns entspannen, zur Ruhe kommen … und immer wieder „unsere Schale“ auffüllen.

Im Wald können wir leicht und achtsam danach schauen, was uns guttut und wie wir unsere Schale (wieder) füllen können. Nur, wenn es uns selbst gut geht, können wir auch nach außen wirken. Es ist ganz und gar nicht egoistisch, zuerst für sich selbst zu sorgen.

Gehe heute in den Wald, in einen Park oder in einen Garten – oder setze dich einfach unter einen Baum, der dir irgendwo begegnet (vielleicht sogar mitten in der Stadt), und überlege „Was tut mir gut?“

Und vielleicht kannst du auch gleich etwas davon umsetzen – ist es eventuell die warme Tasse Tee, die du in Ruhe trinken magt – dann mach es. Vielleicht ist es auch einfach das Sitzen unter diesem Baum.

Es muss nicht immer etwas „ganz Besonderes“ sein.

Und mit dieser warmen Tasse Tee oder dem Sitzen unter einem Baum hast du deine Schale wieder etwas aufgefüllt.

Wie wahr doch die folgenden Worte von Bernhard von Clairvaux sind … lies sie in Ruhe durch und lasse sie auf dich wirken. Du kannst sie auch immer wieder einmal lesen.

Meistens kommen sie dann zur rechten Zeit.

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal,
der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt,
während jene wartet, bis sie gefüllt ist.

Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter.
Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch freigiebiger zu sein als Gott.

Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird sie zur See. 

Du tue das Gleiche! Zuerst anfüllen, und dann ausgießen.

Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen.


Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst.
Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst, wem bist du dann gut?
Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle,
wenn nicht, schone dich.

(von Bernhard von Clairvaux)

Titelbild von Pexels

Bild mit Tasse: Im Hotel Freund in Oberorke bei einem Waldbaden-Wochenende

6 replies »

  1. Liebe Annette,
    eigentlich bin ich nicht so der Blog-Leser (Mangels Zeit), doch mit der Neugier auf diesen Artikel habe ich mich dann doch einmal hinreißen lassen und ich muss sagen, dass ich nun wohl doch regelmäßig vorbeischauen werde… Du bietest hier wunderbare Impulse, Informationen und Übungsanstöße. Das ist großartig – Mach weiter so. Es grüßt dich ganz herzlich aus dem Münsterland: Sascha Grosser!

    Gefällt 1 Person

    • Lieber Sascha, vielen Dank – das freut mich sehr, dass du ab und zu vorbeischauen willst, und ich hoffe, dass ich weiterhin etwas zu Papier bringen werde, was dich inspiriert. Liebe Grüße ins Münsterland, Annette

      Gefällt mir

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